Quarz ist genauer und wartungsfrei; Automatik ist mechanisch, unbegrenzt reparierbar und bleibt ein Leben lang. Die Entscheidung fällt nicht über die Technik, sondern darüber, was Sie von einer Uhr erwarten: ein zuverlässiges Instrument, das man vergisst, oder ein Objekt, das lebt.
Eine Batterie schickt Strom durch einen Quarzkristall, der 32 768 Mal pro Sekunde schwingt. Eine Schaltung zählt diese Schwingungen und bewegt den Zeiger einmal pro Sekunde weiter, daher die typisch ruckende Bewegung. Das ist einfach, günstig herzustellen und äußerst genau.
Keine Elektronik, keine Batterie. Ein Rotor dreht sich mit den Bewegungen Ihres Handgelenks und zieht eine Feder auf. Diese Feder gibt ihre Energie über ein Räderwerk ab, das von einer mehrmals pro Sekunde schwingenden Unruh reguliert wird, was den gleitenden Sekundenzeiger ergibt. Alles, was den Zeiger antreibt, ist mechanisch und sichtbar.
Quarz gewinnt deutlich: etwa 15 Sekunden Abweichung pro Monat. Eine Serien-Automatik liegt eher bei wenigen Sekunden pro Tag. Praktisch heißt das, die Automatikuhr ein- bis zweimal im Monat nachzustellen. Wenn Sie das stört, ist Quarz das Richtige.
Quarz braucht alle zwei bis drei Jahre einen Batteriewechsel, und das war's, bis zu dem Tag, an dem die Elektronik ausfällt und nicht mehr ersetzbar ist. Eine Automatik braucht alle fünf bis sieben Jahre eine Revision, aber jedes Teil ist ersetzbar, unbegrenzt. Deshalb erbt man mechanische Uhren und fast nie Batterieuhren.
Eine Quarzuhr der Einstiegsklasse hat eine Lebenserwartung von zehn bis fünfzehn Jahren, begrenzt durch ihre Elektronik. Ein gut gewartetes Automatikwerk läuft jahrzehntelang. Das ist das konkreteste Argument für die Mechanik.
Bei gleichem Budget erlaubt eine Quarzuhr mehr Aufwand am Äußeren, weil das Werk weniger kostet. Bei einer Automatik steckt ein großer Teil des Preises im Mechanismus. Eine gut gebaute Automatik für 250 Franken gibt es, sofern die Marke nicht alles in Werbung steckt.
Ein Sekundenzeiger, der ohne Ruckeln gleitet, ist aus einem Meter Entfernung erkennbar. Es ist das erste Detail, das Kenner bemerken, und es trennt eine mechanische Uhr optisch von einer aus dem Supermarkt.
Es ist ein Hybrid: Die Zeitmessung übernimmt ein Quarzmodul, aber die Chronographenfunktionen sind mechanisch, mit sofortigem Zeigerrücksprung und echtem Klick unter dem Finger. Bei Chronographen bekommt man so das Beste aus beiden Welten, zu einem Preis, der voll mechanisch unerreichbar wäre.
Wir bauen Automatikuhren auf Seiko-Werken, weil das einer bezahlbaren Uhr die Chance gibt, zu halten und weltweit reparierbar zu sein. Ein Seiko-Werk lässt sich bei jedem Uhrmacher regulieren, ohne exotische Ersatzteile. Das ist eine Entscheidung für Langlebigkeit, nicht für chronometrische Höchstleistung.
Nein, aber sie reagiert empfindlicher auf heftige Stöße und Magnetfelder als eine Quarzuhr. Im normalen Alltag ist der Unterschied nicht spürbar.
Damit sie richtig geht, ja, oder Sie ziehen sie von Hand auf. Nach etwa 40 Stunden ohne Bewegung bleibt sie stehen. Siehe unsere Bedienungsanleitung.
Ab etwa 250 Franken bekommen Sie ein bewährtes Automatikwerk mit Saphirglas und 316L-Stahl. Darunter spart man fast immer am Glas oder am Werk. Siehe die Modelle unter 250 CHF.