Eine Automatikuhr bleibt stehen, wenn Sie sie zu wenig tragen: Sie hat keine Batterie, sie zieht sich durch die Bewegung Ihres Handgelenks auf. Das ist weder ein Defekt noch ein Fehler. So starten, stellen und behalten Sie sie auf der richtigen Zeit.
Eine neue Uhr kommt fast immer stehend an: Sie lag mehrere Tage unbewegt in ihrer Box. Ziehen Sie sie vor dem Tragen von Hand auf. Schrauben Sie die Krone auf, falls Ihr Modell eine verschraubte hat, und drehen Sie sie dann in neutraler (nicht gezogener) Position rund dreißig Mal nach vorne. Die Uhr läuft an. Sie können sie auch eine Minute sanft hin und her schwenken, aber das Aufziehen von Hand ist wirksamer und schonender für den Mechanismus.
Die Krone hat in der Regel drei Positionen.
Die Regel, die man nicht vergessen darf: Verstellen Sie das Datum nie zwischen 21 und 3 Uhr. In diesem Zeitfenster ist der Datumsmechanismus im Eingriff, und Gewalt kann ein Teil zerstören. Sauber vorgehen: Krone ganz ziehen, die Zeiger vordrehen, bis das Datum umspringt (dann wissen Sie, dass es Mitternacht ist), und die Zeiger anschließend auf die reale Uhrzeit stellen, unter Berücksichtigung von Vormittag oder Nachmittag.
Wenn Ihre Krone verschraubbar ist, vergessen Sie nicht, sie danach wieder ganz zuzuschrauben: Sie sorgt für die Dichtheit.
Das ist die Laufzeit der Uhr im vollständig aufgezogenen Zustand: rund 40 Stunden bei den meisten japanischen Automatikwerken. Konkret: Tragen Sie sie den ganzen Tag und legen sie abends ab, läuft sie am nächsten Morgen noch. Lassen Sie sie ein ganzes Wochenende in der Schublade, steht sie am Montag. Kein Problem: aufziehen und neu stellen.
Ja, in gewissen Grenzen. Eine mechanische Uhr hat nicht die Regelmäßigkeit eines Quarzwerks. Eine Abweichung von wenigen Sekunden pro Tag ist bei einem Serien-Automatikwerk normal. Was die Genauigkeit beeinflusst:
Ein Uhrenbeweger ist die Box, die die Uhr dauerhaft dreht. Sinnvoll ist er, wenn Sie eine Uhr mit kompliziertem Kalender besitzen, deren Neueinstellung mühsam ist. Bei einer Dreizeigeruhr mit Datum bringt er nichts, und manche Uhrmacher meinen sogar, er lasse das Werk unnötig verschleißen. Morgens dreißig Sekunden von Hand aufziehen genügt völlig.
Nein. In den allermeisten Fällen ist einfach die Gangreserve aufgebraucht. Ziehen Sie sie mit etwa dreißig Kronenumdrehungen auf, dann läuft sie wieder.
Etwa acht Stunden normaler Aktivität genügen, um sie aufgezogen zu halten. Wenn Sie sitzend arbeiten, ohne die Arme zu bewegen, ist morgens etwas Handaufzug eine gute Gewohnheit.
Nein. Automatikwerke haben eine Rutschkupplung, die greift, sobald die Zugfeder voll ist. Beim Aufziehen können Sie nichts kaputtmachen.
Um zu verstehen, was im Inneren passiert, lesen Sie das Seiko-NH35-Werk erklärt, und für die langfristige Pflege unseren Pflegeratgeber.